Ich gehe langsam auf ihn zu, ich merke, wie seine Augen
meinen Körper streichen, nur kurz, dann schaut er mir wieder in die
Augen. Seine blauen Augen, ich hatte vergessen wie klar und schön
sie waren.
Als ich bei ihm ankommen läuft mir nur einen leises
„Hey“ über die Lippen. Er lächelt und macht einen Schritt auf
mich zu, mein Herz bleibt stehen. Er berührt meinen Arm sanft und
küsst mich sanft auf die Wange. Eben schien mein Herz noch still zu
stehen und im nächsten Augenblick schlagt es so schnell, wie nie
zuvor. Er zieht sich wieder zurück bleibt trotzdem stehen und schaut
mir in die Augen. Es kommt mir fast vor als könnte ich seinen Atem
spüren. Dann taucht auf seinen Lippen das Lächeln auf,welches mich
schon die letzten Male so fasziniert hat.
„Wollen wir uns setzten oder willst du lieber hier
stehen bleiben.“, er lächelt mich an und deutet auf die Sitzecke.
„Ja klar, gerne.“
Ich gehe vor und suche einen Tisch aus. William hilft
mir aus meiner Jacke und hängt sie über meinen Stuhl.
Er setzt sich mir gegenüber hin. Schaue mich etwas in
der Bar. Sie ist sehr schön eingerichtet. Es sind kaum Gäste da,
die meisten sitzen an Tischen, die direkt an der Leinwand stehen.
Dann fällt es mir auf: „ Wenn wir hier sitzen kannst
du doch nichts sehen?“
„Ach das ist nicht schlimm, ich kenne den Film schon.
Ich habe ihn schon oft genug gesehen.“,sagt er und lächelt mich
an.
„Oh, was schauen wir uns denn für einen Film an?“
„Ja, gern. Aber ich bin mit dem Auto hier. Ich muss
heute wohl bei Saft bleiben.“
William steht auf und geht zur Bar. Ich komme das erste
Mal die Chance auf seinen Körper zu achten, ich war die ganze Zeit
damit beschäftige mich voll und ganz auf seine Augen zu
konzentrieren und dabei nicht rot anzulaufen. Er trägt eine schwarze
Jeans und einen marine blauen Pullover und sieht trotz dieser
lockeren Kleidung immer noch sehr leger aus.
Er lehnt sich an die Bar und bestellt etwas zu trinken,
blickt dann zurück auf mich und lächelt. Sofort löst er wieder
dieses Kribbeln in mir aus und ich lächle automatisch zurück. Er
kommt zurück mit einem Glas Wein und einem Saft.
„Danke“,sage ich während er sich setzt, „Du
wohnst hier in der Nähe?“
„Nicht weit von hier, ich brauche einige Minuten zu
Fuß. Ich wusste ja nichts von dir, sonst hätte ich uns etwas in der
Nähe von dir gesucht.“, er lächelt und nimmt einen Schluck aus
seinem Glas.
„Ach das ist nicht so schlimm. Ehrlich gesagt weiß
ich von dir ja auch noch nicht viel außer deinen Vornamen.“, ich
lächle.
„Erzähl mir was von dir.“,sagt er mit ruhiger
Stimme und blickt mir dabei tief in die Augen.
„Also eigentlich heiße ich Elizabeth, aber alle
nennen mich Liz. Ich bin gerade mit dem Studium fertig geworden und
arbeite jetzt schon einige Monate in einem Ingenieurbüro und wie du
ja schon weißt liebe ich Filme.“ während ich erzähle wandern
meine Augen über sein Gesicht, über seinen markanten Wangenknochen,
seine Augen, seine Lippen.
„Und hast du hier studiert?“, fragt er während
einer kurzen Pause.
„Ja, ich komme auf einer kleinen Stadt zwei Stunden
von London entfernt und wollte einfach nur Zuhause ausziehen. Und
du?“
„Ich
wohne schon immer in London, meine Eltern wohnen in einem Vorort von
London. Ich habe hier studiert und arbeite jetzt in einem Verlag.“
„Du magst also Bücher?“
„Ja, ich lese schon gern seit ich klein bin.“
Ich blicke an seiner Schulter vorbei
und merke, dass wir schon einige Zeit erzählen müssen, der Film ist
schon voll im Gange.
Er folgt meinem Blick über die
Schulter, „Oh entschuldige, ich hab gar nicht mitbekommen, dass der
Film schon angefangen hat. Wollen wir uns vielleicht da vorne
setzten, dort sehen wir vielleicht doch mehr?“
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