Jeden Tag kommt ein Post du meiner kleinen Geschichte. Sie beginnt bei #1. Viel Spaß beim Lesen!

Montag, 28. September 2015

#10

Am liebsten würde ich hier sitzen bleiben und weiter so mit ihm erzählen, doch dann stehen wir auch schon auf. Ich gehen vor,stehe schon am Platz, doch dann drehe ich um. Meine Jacke. Doch als ich mich umdrehe,steht William schon hinter mir und hält sie in der Hand. Er hängt sie vorsichtig um meinen Stuhl und ich setzte mich. „Danke“, er scheint ein richtiger Gentleman zu sein, doch ich frage mich was es dann mit seinen Ruf auf sich hat.

Ich schaue wie gebannt den Film. Casablanca habe ich noch nie zuvor gesehen, trotz dass er so bekannt ist. William steht ab und zu auf um uns etwas neues zu trinken zu holen. Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich vorsichtig zur Seite blicke und William beobachte wie er dort sitzt, zurückgelehnt in seinem Stuhl, mit verschenkten Beinen. Ich sitze da mit gebanntem Blick wechsle ich zwischen ihm und dem Film. Auf einmal schaut er mir in die Augen. Doch statt ich verlegen wegschaue, behalte ich diesmal meinem Blick bei ihm. Ich muss augenblicklich lächeln. Mit meinem Lächeln scheinen seine Augen förmlich an zu glänzen. Wie gern würde ich hier die ganze Nacht sitzen und in seine glänzenden Augen starren. Ich weiß nicht wie lange wir uns gerade anstarren.
Auf einmal werden wir unterbrochen. „Will, was machst du den hier?“ Ein Mann steht an unserem kleinen Tisch. Er trägt einen schwarzen Anzug und hat seine dunklen Harre nach hinten gegelt. „Oh und eine hübsche Begleitung hast du auch bei dir.“, er lächelt mich hämisch an.
Ich sehe sofort, dass sich Williams Gesichtsausdruck verfinstert, in seinen Augen ist nichts mehr von dem Leuchten von vor wenigen Augenblicken zu erkennen. „Was machst du denn hier?“, antwortet William etwas harsch.
„Ach ich bin hier mit Zweien aus dem Büro.“, er zeigt auf einen größeren Tisch in der Ecke, wo zwei aufbrezelte Frauen am Tisch sitzen. Sie sehen zu uns hinüber, tuscheln und kichern. „Du und deine Begleitung könnt euch ruhig zu uns dazu gesellen.“ Sein Blick wandert an meinem Körper, nun bereue ich es dieses Kleid angezogen zu haben. Dieser Typ ist mir von vornherein unsympathisch.
Will steht auf, „Nein, ich glaube wir wollten sowieso gerade gehen.“ Er blickt mich an und lächelt, als würde er mich bitten auf zustehen.
„Na dann, ich hoffe wir sehen uns wieder.“, sagt der Mann, lächelt mich schief an und wendet sich den zwei Frauen zu.
Ich sage nichts und stehe auf während William schon hinter mir steht und meine Jacke bereit hält. „Danke, dass du mitkommst.“, sagt er während er mir in den Mantel hinein hilft.
„Müssen wir nicht noch zahlen?“ frage ich während William sich schon auf die Tür zu bewegt und dann doch wieder stehen bleibt.
„Hier muss man gleich bezahlen, wenn man sich ein Getränk holt.“
„Das wusste ich nicht. Warte, dann hast du ja all meine Getränke bezahlt?“, ich bin nicht der Mensch, der darauf besteht dass der Mann bei einem Date bezahlt.
„Kein Problem. Dafür bezahlst du beim nächsten Mal.“ All die Wut die scheinbar vorher auf ihm lag, ist scheinbar verflogen. Seine Augen strahlen und sein Lächeln ist charmant.
„Ok.“ Beim nächsten Mal. Mein Plus steigt.

Samstag, 19. September 2015

#9

Ich gehe langsam auf ihn zu, ich merke, wie seine Augen meinen Körper streichen, nur kurz, dann schaut er mir wieder in die Augen. Seine blauen Augen, ich hatte vergessen wie klar und schön sie waren.
Als ich bei ihm ankommen läuft mir nur einen leises „Hey“ über die Lippen. Er lächelt und macht einen Schritt auf mich zu, mein Herz bleibt stehen. Er berührt meinen Arm sanft und küsst mich sanft auf die Wange. Eben schien mein Herz noch still zu stehen und im nächsten Augenblick schlagt es so schnell, wie nie zuvor. Er zieht sich wieder zurück bleibt trotzdem stehen und schaut mir in die Augen. Es kommt mir fast vor als könnte ich seinen Atem spüren. Dann taucht auf seinen Lippen das Lächeln auf,welches mich schon die letzten Male so fasziniert hat.
Wollen wir uns setzten oder willst du lieber hier stehen bleiben.“, er lächelt mich an und deutet auf die Sitzecke.
Ja klar, gerne.“
Ich gehe vor und suche einen Tisch aus. William hilft mir aus meiner Jacke und hängt sie über meinen Stuhl.
Er setzt sich mir gegenüber hin. Schaue mich etwas in der Bar. Sie ist sehr schön eingerichtet. Es sind kaum Gäste da, die meisten sitzen an Tischen, die direkt an der Leinwand stehen.
Dann fällt es mir auf: „ Wenn wir hier sitzen kannst du doch nichts sehen?“
Ach das ist nicht schlimm, ich kenne den Film schon. Ich habe ihn schon oft genug gesehen.“,sagt er und lächelt mich an.
Oh, was schauen wir uns denn für einen Film an?“
Casablanca, zumindest stand das draußen dran. Möchtest du etwas trinken? Einen Wein?“
Ja, gern. Aber ich bin mit dem Auto hier. Ich muss heute wohl bei Saft bleiben.“
William steht auf und geht zur Bar. Ich komme das erste Mal die Chance auf seinen Körper zu achten, ich war die ganze Zeit damit beschäftige mich voll und ganz auf seine Augen zu konzentrieren und dabei nicht rot anzulaufen. Er trägt eine schwarze Jeans und einen marine blauen Pullover und sieht trotz dieser lockeren Kleidung immer noch sehr leger aus.
Er lehnt sich an die Bar und bestellt etwas zu trinken, blickt dann zurück auf mich und lächelt. Sofort löst er wieder dieses Kribbeln in mir aus und ich lächle automatisch zurück. Er kommt zurück mit einem Glas Wein und einem Saft.
Danke“,sage ich während er sich setzt, „Du wohnst hier in der Nähe?“
Nicht weit von hier, ich brauche einige Minuten zu Fuß. Ich wusste ja nichts von dir, sonst hätte ich uns etwas in der Nähe von dir gesucht.“, er lächelt und nimmt einen Schluck aus seinem Glas.
Ach das ist nicht so schlimm. Ehrlich gesagt weiß ich von dir ja auch noch nicht viel außer deinen Vornamen.“, ich lächle.
Erzähl mir was von dir.“,sagt er mit ruhiger Stimme und blickt mir dabei tief in die Augen.
Also eigentlich heiße ich Elizabeth, aber alle nennen mich Liz. Ich bin gerade mit dem Studium fertig geworden und arbeite jetzt schon einige Monate in einem Ingenieurbüro und wie du ja schon weißt liebe ich Filme.“ während ich erzähle wandern meine Augen über sein Gesicht, über seinen markanten Wangenknochen, seine Augen, seine Lippen.
Und hast du hier studiert?“, fragt er während einer kurzen Pause.
Ja, ich komme auf einer kleinen Stadt zwei Stunden von London entfernt und wollte einfach nur Zuhause ausziehen. Und du?“
Ich wohne schon immer in London, meine Eltern wohnen in einem Vorort von London. Ich habe hier studiert und arbeite jetzt in einem Verlag.“
Du magst also Bücher?“
Ja, ich lese schon gern seit ich klein bin.“
Ich blicke an seiner Schulter vorbei und merke, dass wir schon einige Zeit erzählen müssen, der Film ist schon voll im Gange.
Er folgt meinem Blick über die Schulter, „Oh entschuldige, ich hab gar nicht mitbekommen, dass der Film schon angefangen hat. Wollen wir uns vielleicht da vorne setzten, dort sehen wir vielleicht doch mehr?“

#8

  Ich nehme eine kühle dusche und föhne gerade meine Harre, als es an der Tür klingelt. Ich gehe durch meine kleine Wohnung, öffne die Tür und Vicy kommt rein geplatzt.
Ich bin so schnell gekommen wie ich konnte,“, sie nimmt mir kurz in den Arm und ich gehe ins Schlafzimmer und ziehe mir etwas über.
Ich nehme mir was zu trinken. Ich hab vollkommen vergessen zu fragen was ihr macht?“
Wir gehen in eine Bar soweit ich weiß, wo alte Filme gespielt werden und man etwas essen und trinken kann.“
Und hat er sonst noch was geschrieben?“, fragt sie während sie mit einem Glas in ihrer Hand in mein Schlafzimmer kommt.
Naja, sonst nur dass er sich freut. Weißt du etwas über ihm?“
Ich habe natürlich gleich meine Schwester ausgefragt was sie so weiß, aber sie weiß nicht viel über ihn. Er soll recht nett sein und ist ein Vorgesetzter meines Schwagers.“
Sonst nichts? Wo arbeiten dein Schwager noch mal?“
In einem Verlag. Komm ich suche dir ein Kleid aus.“, Vicy öffnet meinen kleine Kleiderschrank und schiebt meine Kleider hin und her. „Wow, das hier ist schön.“
Sie holt ein enges ,schwarz-weißes Kleid aus dem Schrank. Ich habe es damals eigentlich für die Arbeit gekauft, aber dann war es mir dann doch zu gewagt.
Ach ich weiß nicht, ist das nicht zu viel?“
Ein Glitzer-Ballkleid wäre zu viel, das hier ist genau perfekt.“
Du weißt, ich bin nicht der Mensch der so etwas anzieht.“, stöhne ich.
Komm schon darin kommen deine Brüste bestimmt richtig gut zur Geltung.“, sie drückt mir das Kleid und die Hand.
Ich ziehe es an. Es sitzt etwas eng, aber Vicy hat recht, ich sehe gut darin aus. Das Kleid geht mir bis zu den Knien, zeigt aber oben nicht zu viel Ausschnitt wodurch es nicht zu aufdringlich wirkt.
Ok,perfekt. Komm ich mach dir noch die Haare. Wo ist dein Lockenstab?“
Im Badezimmer.“

Ich stehe in meiner Wohnung und ziehe mein Kleid zurecht. Vicy schaut mich lächelnd an. „Keine Sorge es sitzt alles, sei nicht so nervös. Du siehst gut aus.“
Danke, aber meinst du nicht das ist zu viel?“
Nein, er wird es mögen. Und jetzt los, sonst kommst du zu spät.“ Vicy schiebt mich förmlich aus der Tür. Wir gehen zusammen die Treppe hinunter. An meinem Auto angekommen umarmen wir uns nochmal zum Abschied.
Du kommst morgen nach der Arbeit vorbei und erzählst mir alles, ok?“ Vicy schaut mich fragen an.
Ja, klar“, ich zwinker ihr kurz und steige in mein Auto. Sie winkt mir kurz und steigt dann ebenfalls in ihr Auto.
Ich fahre 15 min bis zu der Bar und muss dann noch eine Weile nach einem Parkplatz suchen. Die Gegend ist zwar ruhig, dennoch scheinen hier viele Wohnungen zu sein.
Ich laufe die Straße in Richtung der Bar hinunter. Der Stadtteil ist schön, mit vielen alten Gebäuden und gut gepflegt.
Ich stehe vor der Bar, ein Gebäude mit roten Backsteinen. Ich gehe hinein, der Raum ist dunkel, wirkt aber dennoch warm.
Ich sehe mich um. Da ist er, unsere Blicke kreuzen sich und er steht augenblicklich auf. Er legt seine Hände vor seinen Körper zusammen und lächelt mich an.

Donnerstag, 17. September 2015

#7

Die Rezeption ruft an, mein essen ist da. Ich bezahle den Boten und gehe wieder in mein Büro. Ich packe mein Essen aus und starre dann wieder auf mein Handy. Soll ich ihm antworten oder nicht.
Wenn ich an ihn denke fängt mein ganzer Körper an zu kribbeln, dabei kenne ich ihn nicht mal.
Ich lese mir immer wieder die Nachricht durch, dann kann ich mich durch ringen und speichere seine Nummer in mein Handy.
Ich antworte nur kurz und knapp: „Klar, gerne. Trish.
Ich stopfe vor Aufregung die Nudeln in mich rein, die ich eben erst bestellt habe und warte auf eine Antwort.
Dann blinkt sein Name auf dem Handy auf. Ich lasse sofort meine Gabel fallen und öffne die Nachricht.
Gut, ich hatte schon Angst du antwortest mir nicht. Wie wäre es mit heute Abend? Ich kenne eine Bar, dort werden alte Filme gezeigt und man kann was essen und trinken? Das wäre doch was für dich?
Wir verabreden uns für den Abend und er schreibt mir noch die Adresse von der Bar. Mir bleibt noch genug Zeit nach der Arbeit schnell zu duschen und mir was anderes anzuziehen.

Die Zeit auf Arbeit vergeht wie ich Flug, obwohl ich mich kaum konzentrieren kann. Ich verlasse hastig das Gebäude und schaue auf mein Handy. Ich wollte eigentlich gerade Vicy anrufen, das erscheint noch eine Nachricht auf meinen Display. Von ihm.
Ich freue mich auch heute Abend
Was eine so kurze Nachricht, doch in einem auslösen kann. Ich fühle mich als würde ich schweben. Solch ein Gefühl hatte ich, bei niemanden zuvor.
Von der Arbeit muss ich nur 10 Minuten nach Hause laufen. Ich rufe natürlich erst einmal Vicy an.
Hey Trish und was gibt’s?“
Ich treffe mich in 1 ½ Stunden mit Will, was soll ich anziehen?“
Mensch, du scheinst aufgeregt zu sein, ich dachte du willst nichts von Will?“
Ach sei leise“, wir lachen beide, „Sag mich lieber was ich anziehen soll?“
Warte ich komme mit dem Auto vorbei. Ich musste dich schon langer nicht mehr Sachen Date beraten.“, ich höre wie es es bei Vicy einige Sachen rumpeln und George scheint sich zu beschweren das sie geht.
Ok, ich gehe schon mal schnell duschen. Bis gleich.“, ich lege auf. Ich bin schon fast vor der Wohnung. Ich muss fast gerannt sein.

#6

Am Montag sitze ich, wie üblich, wieder in meinem Büro. Ich muss einen Haufen Papierkram durch gehen und die Zeit scheint gar nicht zu vergehen. Zum Mittag schaue ich auf mein Handy. Normaler weise esse ich immer mit George zusammen, er arbeitet im gleichen Bürogebäude, nur in einer anderen Abteilung. Wir kennen uns schon seid dem ersten Tag an der Uni, weil er sich verlaufen hatte und im falschen Kurs saß, haben wir uns unterhalten und seit dem sind wir beste Freunde. Als wir beide in der gleichen Firma einen Job bekommen haben waren wir über glücklich.
Mein Handy Bildschirm leuchtet auf und ich habe 2 Nachrichten. Die erste Nachricht ist von George: „Hey ich wollte dir nur sagen, dass das mit dem Mittag heute nichts wird. Ein Kollege ist krank und er sollte heute in eine Besprechung. Da muss ich jetzt wohl hin. Sorry.
Dann muss ich mir wohl was zu Essen bestellen und bleibe einfach im Büro.
Die zweite Nachricht ist von einer unbekannten Nummer.
Hey. Ich weiß nicht ob du mich noch kennst, ich bin der mit dem Anzug. Ich wollte dich fragen ob wir nicht mal ausgehen wollen. Victoria hat mir deine Nummer gegeben. Will
Vicy.
Ich starre auf die Nachricht. Dann schaue ich auf die Uhr. Pause. Zuerst rufe ich den Chinesen um die Ecke an und bestelle mir Essen. Als Nächstes wähle ich Vicys Nummer. Ich hoffe, dass sie nicht gerade in einer Prüfung sitzt.
„Ja, Trish was gibt’s?“
„Warum hast du Will meine Nummer gegeben?“
„Du wolltest doch was von ihm, dass hab ich gleich gesehen. Außerdem warst du lange nicht mehr aus. Du sollst ja nicht gleich was mit ihm anfangen.“
„Ich will nichts von ihm“, sag ich leise, obwohl ich weiß dass sie ihm Grunde recht hat.
„Trish. Ich kenne dich doch.“,sie lacht, „Was hat er denn geschrieben?“
„Er hat mich gefragt ob wir ausgehen wollen.“
„Und was hast du geantwortet.?“
„Nichts, bis jetzt.“
„Ach, komm Trish, er hat sich Mühe gegeben. Er hat extra bei meiner Schwester angerufen, um sich zu erkundigen wer du bist. Obwohl das ist eigentlich schon fast wieder gruselig.“ Wir beide lachen
„Ok, versprich mir, geh einmal mit ihm aus. Ich muss jetzt auch auflegen und weiter lernen. Melde dich heute Abend bei mir ok?“
„Ok, bis heute Abend.“

Dienstag, 15. September 2015

#5

„Das war doch der Typ aus dem Geschäft, wo wir den Anzug gekauft haben?“,George grinst mich an.
„Ach, also habt ihr euch schon mal getroffen?“, fragt Vicy neugierig und bleibt fast stehen während sie mich verdutzt anschaut.
„Ja, also nein, nicht getroffen. Ich wollte George einen neuen Anzug raus suchen, da hat er mich angesprochen und mich nach meiner Meinung zu seinem Anzug gefragt.“, ich muss sofort wieder an ihn denken, an sein blauen Augen und sein wunderschönes Lächeln.
Wir steigen in mein kleines Auto,wobei George und Vicy sich kurz gestritten haben, wer neben mir sitzen darf. Vicy hat natürlich gewonnen.
„Ich kann dir deine Nummer besorgen, wenn du willst?“, Vicy starrt mich gerade zu gespannt an.
„Kennst du ihn?“
„Ja, ich glaube er ist irgendwie ein Arbeitskollege von meinem Schwager. Wie hieß er doch gleich. William, glaube ich. Er hat bei Frauen glaube ich aber keinen so guten Ruf, zumindest nach dem was mir meine Schwester so erzählt hat.“
„Na toll, ich lerne jemanden charmantes kennen und er hat natürlich einen schlechten Ruf.“
„Ach, charmant? Also soll ich meine Schwester nach seiner Nummer fragen?“
„Nein, lieber nicht“,platzt es mir förmlich aus dem Mund.

Das war mal wieder klar, ich lerne jemanden kennen, wo eine Chance besteht, dass ich ihn mögen könnte und er hat einen schlechten Ruf. Etwas traurig blicke ich auf die Straße und wir alle drei schweigen uns an.
„Und wann hast du deine letzte Prüfung?“, versuche ich die Ruhe zu durchbrechen.
„In einer Woche, dann hab ich es geschafft.“, sagt Vicy stolz.
„Das müssen wir dann mal richtig feiern und aus gehen, oder?“, ich blicke zu ihr herüber. Ich habe es vermisst was mit meiner besten Freundin zu machen.
„Ja, klar. Ich hab von einem neuen Club gehört gleich bei uns um die Ecke, der soll wohl gut sein. Den müssen wir dann wohl unsicher machen.“, Vicy lacht leise.
„Aber ich lass euch nicht alleine losziehen, ich komme mit.“,mischt George sich ein.

Ich setzte Vicy und George vor ihrer Wohnung ab. Bevor Vicy die Autotür hinter sich schließt schaut sie mich noch einmal an. „Danke, dass du uns gefahren hast, du bist ein Schatz. Und falls ich dir doch noch die Nummer von William besorgen soll, sagst du Bescheid.“
Ich verdrehe die Augen, „Ja klar.“
Sie fängt an zu lachen schließt die Autotür und winkt mir noch einmal zu.

#4

Er trägt den gleichen Anzug, wie in dem Geschäft, in dem wir uns gesehen haben. Bloß seine Hose ist eine Andere.
"Ich mag das Ende, es ist schön und romantisch."
"Ich habe nie etwas anderes behauptet", er blickt mich mit seinen blauen Augen an und lächelt sanft. Ich hab das Gefühl die Welt bleibt stehen, solang wir uns in die Augen starren. Mein Puls steigt und blicke peinlich berührt auf mein Handy.
"Warum sitzt du hier draußen, wartest du auf jemand bestimmten? Darf ich mich setzten?", fragt er und blickt auf den Platz neben mich.
Ich nicke und er setzt sich.
"Ich warte auf Freunde, ich fahre sie nach Hause."
"Und warum sitzt du hier draußen und bist nicht drin auf der Hochzeitsfeier, das ist doch viel besser als in einem Film.", stichelt er mich und ich kann wieder seine weißen Zähne aufblitzen sehen.
Ich muss automatisch lächeln,"Ach auf Hochzeiten hab ich gerade keine Lust. Außerdem mag ich solche Filme zufällig gern."
Er lacht laut auf und schiebt dabei seine Zunge leicht gegen seine Zähne, „ Also magst du romantische Filme mit Happy End?“
„Ja, naja ich mag Filme an sich. Ein guter Film baut eine kleine Welt auf, in der man für kurze Zeit verschwinden kann.“
„Das stimmt wohl.“, dies mal ist kein Anschein von Witz in seiner Stimme zu hören, er Blickt einfach nur in die Wolken.
Wir sitzen in vollkommener Ruhe und schauen beide in den Himmel.
„Hey Trish! Sorry, dass du warten musstest.“ Vicy steht in in der Tür und strahlt mich glücklich an. George steht stolz hinter hier und strahlt über beide Ohren. Sie kommt die Treppe hinunter, läuft zu mir und nimmt mich in den Arm. „Mir kommt es vor als hätte ich dich ewig nicht mehr gesehen.“
„Ja, das stimmt.“ Ich habe meine beste Freundin schon seit Wochen nicht mehr gesehen, da sie fast durchgängig gelernt hat.
George tritt neben Vicy und legt seinen Arm um ihre Taille. Er schaut uns beide an, „Wollen wir gehen?“
„Ja, klar.“, sage ich und betrachte das schöne Paar. Sie passen hervorragend zusammen.
„Trish, ich hoffe ich treffe dich nochmal zufällig wieder.“, er steht auf und schaut mir direkt in die Augen. Am liebsten würde ich sofort Ja,bitte rufen, aber das traue ich mich dann doch nicht.
Das hoffe ich auch.“ Ich lächle ihn nochmal schüchtern an und gehe dann mit Vicy und George. Nach einigen Metern schaue ich nochmal auf ihn zurück, er steht da noch immer und hat eine Hände in seine Hosentasche gesteckt.
Na was war das denn?“, fragt Vicy und grinst mich an.

Montag, 14. September 2015

#3

Ich sitze auf meinen Sofa, in eine warme Decke eingewickelt mit einem Becher Eiscreme und schaue em@il für Dich. Eine schnulzige Romanze und ich bin ihr vollkommen verfallen.
Mein Handy auf dem Couchtisch summt und ich schnappe es mir. Mein Wecker klingelt, stimmt ich wollte George und Vicy abholen. Ich stöhne laut auf, ich bin kurz vor dem Ende des Films als ich den Fernseher ausstelle.
Ich habe absolut keine Lust meine kleine warme Wohnung zu verlassen. Ich binde mein Haar schnell zu einen Zopf zusammen und zieh mir meine Jeans an. Ich blicke mich in meinen Spiegel und betrachtet mein schlabber T-Shirt. Ich sollte mir wenigstens eine Bluse anziehen, ich ziehe eine etwas zerknüllte Bluse aus einem Haufen frischer Wäsche. Ich ziehe mir einen Mantel über und renne aus der Wohnung. Es regnet und ich steige schnell in mein Auto.
Die Hochzeitsfeier findet etwas außerhalb der Stadt statt. Das Scheinwerferlicht des Autos lässt die kleinen Häuser am Straßenrand kurz im Dunkeln erleuchten.
Mein Navi lotst mich eine kleine Seitenstraße hinauf direkt auf ein schickes, altes Herrenhaus zu. Es hat aufgehört zu regnen und durch die Fenster des Hauses leuchten die Lichter der Feier, Musik strömt aus der Eingangstür. Ich stelle mein Auto auf dem Parkplatz ab und ziehe mein Handy aus der Hosentasche. Georges Nummer erscheint auf meinen Display. "Hey ich bins, ich wollte nur sagen du kannst dir noch etwas Zeit lassen kannst. Es gibt noch Tee und Kuchen.", tönt Georges Stimme aus dem Lautsprecher.
"Oh, ich bin schon da. Aber kein Problem ich warte, ich hab ja mein Handy bei und schaue noch einen Film."
"Sorry, ich hätte eher anrufen sollen. Komm doch rein und iss ein Stück Kuchen mit."
"Nein, ist schon gut. Ich warte draußen."
"Ok, wir beeilen uns. Bis gleich."
"Keine Eile, ich habe sowieso nichts vor. Bis gleich.", ich lege auf und schiebe mein Handy wieder in meine Hosentasche.
Ich spaziere den Weg zum Haus hinauf, die Luft riecht nach frischem Regen und es ist etwas frisch. Direkt neben dem Haupteingang des Hauses steht eine kleine Bank auf einer Wiese. Ich setze mich auf die Bank und ziehe mein Handy aus der Tasche. Ich spule em@il für Dich an die Stelle vor, an der ich durch meinem Wecker zuhause unterbrochen wurde. "Ich habe mir so gewünscht, dass du es bist", sagt Kathleen als Joe ihr in die Augen schaut.
"Was für ein kitschiges Ende", ertönt eine Stimme hinter mir. Die Stimme kommt mir irgendwie bekannt vor.
Ich drehe mich zur Seite und sehe ihn, wie er entspannt an der Bank lehnt..

Samstag, 12. September 2015

#2

Ich versuche das kribbeln in meinem Bauch zu ignorieren und atme tief ein.
"Also das Sakko sitzt gut und die Weste sitzen gut, bloß die Hose, sie ist zu kurz.", ich bin verunsichert, in was für einer bizarren Situation ich mich gerade befinde.
"Ja das hab ich mir schon gedacht, das Problem hab ich immer.", er fährt sich mit den Fingern durch sein lockiges, kurzes Haar und lächelt mich an, "Und die Krawatte?" Seine Augenbrauen ziehen sich zusammen und er schaut mich fragend an. Ich könnte ewig in diese blauen Augen starren.



In dem Moment höre ich Georges Stimme, "Trish wo bleibst du den?" Er steckt seinen Kopf hinter dem Vorhang hervor und spät zu mir herüber.
"Oh, ich glaube ich werde dort gebraucht,",lächle ich schüchtern,"aber die Farbe passt wunderschön zu ihren Augen." Ich verstumme in dem Moment als mir die Worte über die Lippen kommen und ich werde schlagartig rot. Ich schnappe mir sofort die Sachen die ich George bringen wollte und mache mich direkt auf dem weg zu ihm. Wie peinlich.
Hinter mir höre ich noch ein verdutztes "Danke", aber ich bin so peinlich berührt, dass ich mich nicht nochmal umdrehe.
Als ich bei George ankomme, lächelt er mich an, "Na du hast von wen Neues gefunden, den du einkleiden kannst." Ich tue so als würde ich versuchen ihn zu schlagen und meine Wangen werden rot. Ich schiebe ihm einen neuen Anzug in die Umkleide und setze mich auf das Sofa vor der Umkleide.
"Wann warst du eigentlich das letzte Mal aus?", tönt Georges Stimme aus der Umkleide.
"Du weißt doch ich habe auf der Arbeit viel zu tun, da ist es schwer wen neuen kennen zu lernen."; stöhne ich.
"Ach, früher warst du viel spontaner." Er kommt aus der Umkleide und zupft sich an den Hemdärmel rum. "Warum hast du ihn eben nicht gefragt."
Ich verdrehe die Augen, "Siehst du der Anzug sieht viel besser aus." Dieser sitzt genau perfekt, betont seine muskulöse Figur und sieht nicht aus, als würde er jeden Augenblick an irgendeiner Stelle aufreißen.“
"Wenn du das sagst nehme ich den. Ich hab nämlich keine Lust mehr nur noch einen anzuprobieren."
Er verschwindet wieder in der Umkleide, um sich umzuziehen.
"Ich wollte dich übrigens noch fragen ob du uns vielleicht am Samstag von der Hochzeit nach Hause fahre kannst. Die Feier ist gleich bei dir in der Nähe und Vicy und ich würde gern was trinken. Oder hast du Samstag schon was vor?"
Ich wollte mir eigentlich einen gemütlichen Abend auf der Couch machen, daraus wird wohl nichts. "Ja klar, ich fahr euch nach Hause."

Freitag, 11. September 2015

#1


Ich steh in einem Geschäft in der Oxford Street, Herrenabteilung und warte vor der Umkleide. "Kannst du mir sagen warum ich mir das antue?", kommt Georges gequälte Stimme aus der Umkleide.
"Weil du sie liebst und bei der Hochzeit ihrer Schwester solltest du wenigstens einen Anzug tragen", entgegne ich ihm.
"Hm, vielleicht geh ich auch nicht hin."
Ich schlage ihn sanft durch den Vorhang der Umkleide. "Auh"
"Jetzt hab dich nicht so und beeile dich.", kichere ich, "Ich frage mich warum sie dich nicht begleitet."
"Du weißt doch sie steht vor ihren Abschlussprüfungen und hat kaum Zeit. Du als meine beste Freundin kannst mich ruhig beraten.", er zieht den Vorhang auf und zupft an dem Anzug herum.
Er sieht gut aus in dem grauen Sakko, es sitzt eng dennoch betont es perfekt seine breiten Schultern.
"Und was meinst du?", blickt mich George fragend an.
"Ähm, die Farbe passt zu dir, aber ich glaube das Sakko ist etwas zu eng und die Hose zu lang."
Augenblicklich fallen seine Schultern zusammen und er stöhnt, "Ich will nicht noch einen anprobieren."
"Warte ich suche dir einen aus. Zieht den schon mal aus, ich suche dir einen anderen."
"Ach ich soll mich ausziehen"
"Ach jetzt halt den Mund", wir fangen beide an zu lachen.
Ich laufe durch die Gänge und suche etwas passendes zusammen. Die Abteilung ist große und als ich ein Räuspern hinter mir höre drehe ich mich um.
"Entschuldigung, ich habe gehört wie sie ihren Freund beraten haben und ich habe keine Verkäuferin gefunden, die mir weiter helfen konnte."
Vor mir steht ein Mann mit tief blauen Augen und blonden Haar, etwas größer als ich.
"Das ist nicht mein Freund.",sag ich etwas leise, "Ich weiß nicht ob ich ihnen da helfen kann, so viel Ahnung hab ich nicht von Anzügen."
"Die Meinung einer Frau kann gar nicht so falsch sein.", er zwinkert mir zu und lächelt, seine weißen Zähne blitzen zwischen seinen schmalen Lippen hervor. Einen Moment bin ich von seinem Lächeln und seinen blauen Augen so gebannt, dass es einige Sekunden dauert bis ich mich wieder davon losreißen kann.
Nun mustere ich seinen Körper von oben bis unten.Seine Figur ist sportlich, schlank und der Anzug liegt so eng an seinen Körper, dass ich jeden Atemzug von ihm wahnrnehmen kann. Mein Blick fährt an seinen langen Beinen hinunter und ich merke wie Blut in meine Wangen fließt, ich hoffe ich werde nicht rot vor Verlegenheit. Ich blicke nun hastig wieder in seine Augen, ich fühle mich als wären Minuten vergangen, in dem meine Augen auf seinem Körper wandern.

Soll ich morgen weiter schreiben oder eher nicht?
Ich hatte mal wieder Lust einfach mal eine Geschichte zu schreiben, vielleicht setzte ich sie fort, wenn mir danach ist und wer interesse daran hat. 



Mittwoch, 9. September 2015

Mitternachtsgedanke

Es ist schon spät, zu spät. Ich lege das Buch zur Seite, ich muss Stunden gelesen haben. Ich lege mich hin, strecke meine arme und Beine. Und Blicke an die Decke. Ich starre die Lampe an, mit leeren Blick, denke einen Moment an nichts. Ich stehe auf, gehe ins Bad und wasche mir das Gesicht. Ich schaue in die leeren Augen meines Spiegelbilds. Ich trockne mich ab und schleiche wieder die Treppen hinauf.
Wie kann ein Buch so viel in einem auslösen, Erinnerungen wieder wach werden lassen. Ich erinnere mich an ihn, die Zeit damals als alles noch so unbeschwert War,  wie schön die Zeit war. Und dann wie mein Herz zerbrochen ist. Das stöndige hin und her zerrte an meinen nerven,an meinen Gefühlen.
Ich nehme mein Handy, scrolle auf seinem Facebook Profil, schauen auf sein Profilfoto. Er hat sich verändert. Seine Augen sind immer noch die gleichen.
Hab ich mich auch verändert?
Ja ich glaube schon, oder? Ich habe mich seither nicht noch einmal so verliebt.
Ich war verliebt. Das jetzt so zu zugeben tut etwas weh. Daran zurück zu denken bringt mir eine lächeln zurück ins Gesicht. Ich bereue es nicht. Es War eine schöne Zeit. Es ist Zeit vergangen und es passiert viel, es gibt viel zu tun.
Ich blicke in das kühle Licht der Lampe, verschenke die Bein, lege mir die Arme in den Nacken, lächle.
Meinte Arm wandert zum Lichtschalter, die Lampe erlischt, ich schlafe ein.