Jeden Tag kommt ein Post du meiner kleinen Geschichte. Sie beginnt bei #1. Viel Spaß beim Lesen!

Dienstag, 2. Februar 2016

#13

Ich stehe im Aufenthaltsraum und koche mir einen Kaffee, als meine Kollegin Alice reinkommt. Ich bin vollkommen ungeschminkt und übermüdet. Gegen 1 Uhr bin ich zuhause angekommen, hab mich aus dem Kleid gepellt, wie aus einem Ei und erschöpft ins Bett gefallen. Und trotzdem konnte ich kein Auge zu machen nach diesem Abend. Und dann wieder um 6 Uhr morgens aufzustehen war eine Überwindung.
Du hattest wohl eine lange Nacht? Wäre ich doch wieder so jung.“
Ich bereue es jetzt schon“, eigentlich nicht, doch ich will keinen schlechten Eindruck bei meiner Arbeitskollegin hinterlassen.
Ich nehme mir meine Tasse Kaffee und schleiche wieder in mein Büro. Ich nehme mir einen Stapel Papiere vor und hoffe, dass ich nicht jeden Augenblick einschlafe. Ich arbeite so langsam, dass ich überlege nicht vielleicht doch ein Schläfchen zu machen. 11 Uhr. Ok noch eine Stunde und ich habe Pause.
Nach einigen Minuten, in denen ich gegen die Müdigkeit ankämpfte, bekomme ich eine Nachricht.„Treffen wir uns nachher zur Mittagspause draußen? George“ Ich antworte nur mit einem kurzen Ja und lege dann mein Handy wieder weg. Nach einigen Minuten vibriert mein Handy wieder auf dem Schreibtisch. Ich rechne mit einen doofen Spruch von George, aber falsch gedacht.
Der Abend gestern war wirklich schön. Ich hoffe wir sehen uns am Wochenende? Will“ Adrenalin fließt doch meine Adern und ich bin wach.
Wie wäre es mit Samstag?“, antworte ich kurz
Das klingt gut, ich melde mich nochmal. Ich muss erst mal schlafen.“
Musst du nicht arbeiten?“
Nein ich habe mir frei genommen. Ich freue mich auf Samstag. Hab einen schönen Tag.“

Ich blicke auf die Uhr, fünf vor 12, und entscheide mich mir meinen Mantel anzuziehen und raus zu gehen. Ich stehe vor dem großen Bürogebäude und atme die erfrischende Luft ein. Kurz nach mir kommt mir auch schon George gut gelaunt aus dem Eingang entgegen.
Du siehst aber nicht aus als hättest du viel geschlafen. Wer daran wohl schuld ist?“, sagt er und lacht. Ich flunkere ihn bloß böse an.
Na was ist gestern so alles passiert.“, er kann sein lächeln nicht verbergen.
So erfährst du von mir schon mal gar nichts“, antworte ich gehässig.
Ich erfahre doch sowieso nachher alles von Vicy.“
Dann musst du dich wohl noch so lange gedulden. Lass und bitte in ein Café gehen, ich brauche so viel Koffein wie ich nur kriegen kann.“
Na gut.“
Auf dem Weg in den Laden um die Ecke redet George darüber, dass Vicy heute ich vorletzte Prüfung hat und er etwas angespannt deswegen ist. „Und Freitag können wir dann feiern, wenn die letzte Prüfung vorbei ist.“
Klar“, stimme ich nur kurz zu, ich bin viel zu müde.

Zurück in meinem Büro setze ich mich vor meinen großen Stapel Papiere und atme laut auf. Noch 4 Stunden arbeiten. Ich starre auf die Papiere und scheine kaum voran zu kommen, ich habe das Gefühl ich schlafen jeden Augenblick ein, doch öffnet sich auf einmal meine Bürotür und mein Chef steht da. Ich stehe sofort auf und setzte das beste Lächeln auf, was ich bieten kann.
Guten Tag, ich wollte schauen, wie weit sie mit ihrer Arbeit sind. Aber ich sehe schon ihnen geht es heute nicht so gut.“, er schaut mich besorgt an.
Nein, es ist schon alles in Ordnung.“
Ich habe gehört, sie leisten gute Arbeit und dass ich von ihnen gesehen habe, spricht für sich. Gehen sie heute ruhig etwas eher nach Hause und kommen sie dafür morgen fit wieder.“, sagt er freundlich. Sehe ich wirklich so schlimm aus?
Ich bedanke mich und mein Chef verlässt wieder mein kleines Büro. Ich sortiere trotzdem noch meinen Stapel Papiere und brauche eine Weile, bis ich wirklich aufbrechen. Ich bin recht glücklich, dass ich zu meiner Wohnung nicht mit Auto fahren muss, sonst wäre ich wahrscheinlich am Steuer eingeschlafen.

Samstag, 28. November 2015

#12

Als ich auf Blicke sehe ich zwei Silhouetten auf uns zukommen, sie wanken etwas hin und her. Scheinbar 2 besoffene Männer, die nun genau auf uns zukommen. Im selben Augenblick scheint auch Will sie zu entdecken, sein ganzer Körper scheint angespannt zu sein, auch mich durchfährt ein mulmiges Gefühl. Die Männer grölen laut vor sich hin. Eine Wärme durchfährt meinen Schulter, Will hat seinen Arm um mich gelegt, scheinbar um signalisieren zu wollen, dass er mich beschützt. Die Gefühle in mir wechseln zwischen dem schon bekanntem Kribbeln und dem Unwohl, das die beiden Männer hervorrufen. Normaler Weise würde ich darauf hinweisen, dass ich auf mich selbst aufpassen kann, aber seine Nähe und Wärme lässt mein Herz springen.
Als wir langsam gleich auf mit den zwei Männern sind, schaut mir Will in die Augen und gibt mir das Gefühl der vollkommenen Sicherheit. Er schaut ernst, versucht die beiden Männer zu ignorieren und trotzdem scheint so viel Liebe in seinem Blick. Er lächelt mich sanft an, an seinen Wangen bilden sich Grübchen.
Ich atme tief ein,doch die Männer gehen dann doch ruhiger an uns vorbei, als ich gedacht hatte. Einer der beiden murmelt uns nur irgend etwas zu und geht weiter.

Nach einigen Minuten haben wir mein Auto erreicht. Seit uns die beiden Männer über den Weg gelaufen sind haben wir kein Wort mit einander geredet, wir sind still so weiter gelaufen. Sein Arm lag die ganze Zeit um mich geschlungen, er blickte die meiste Zeit in den Himmel. Ich musste ihn fast festhalten, damit wir nicht an meinem Auto vorbei laufen.
Nun stehe ich da und krame meinen Autoschlüssel aus meiner Jackentasche.
Ich hoffe für dich war der Abend auch so schön wie für mich, auch wenn wir den Film nicht zu Ende geschaut haben?“, schaut er mich fragten, mit einem Lächeln, an.
Wir stehen kaum 40 cm voneinander entfernt. Ich schaue ihn in seine blauen Augen, wie schon so oft heute Abend.
Sehr schön.“ Es ist vollkommen ruhig und von nirgends scheint auch nur ein Geräusch zu kommen.
Er schenkt mir ein wundervolles Lächeln, „Ich hoffe wir haben eine Chance das Ende des Films uns nochmal anzuschauen?“
Ich lächle breit, sein Blick beflügelt mich.
Er bewegt sich langsam auf mich zu, berührt mit seinen langen Finger mein Kinn. Ich halte den Atem an, die Spannung zwischen uns ist wie ein Feuerwerk. Er presst seine Lippen sanft auf meine und ich schließe die Augen um jede Sekunde zu genießen. Die Welt um mich bleibt stehen. In der frischen Luft wirken seine Lippen so warm, so sanft. Es entsteht ein wohliges Gefühl in meinem ganzen Körper.
Er löst sich von mir und wir bleiben so nah aneinander stehen. Er schaut hinunter in meine Augen. „Entschuldige, aber ich wollte schon den ganzen Abend wissen, wie wohl deine Lippen schmecken.“
Ich schaue ihm tief in die Augen und weiß nicht wie ich reagieren soll.
Ich hoffe sehr wir sehen uns wieder.“ , versuche ich sicher zu wirken und meiner Hormone Herr zu werden.
Das hoffe ich auch.“, doch ehe er weiter sprechen kann drücke ich meine Lippen nochmals auf seine, nur sehr kurz und steige dann in mein Auto. Ich sehe wie er sich mit der Hand durch das Haar fährt, seine Hand hebt und mir zum Abschied noch einmal sein wundervolles Lächeln schenkt. Als ich die Straße hinunter fahre sehe ich, wie er noch immer dort steht.

Hier ist der Blog,  auf dem ich die Geschichte aktiver hochlade. Schaut dort einfach vorbei, falls ihr schneller weiterlesen möchtet.

Samstag, 21. November 2015

#Gedanken

Deine Worte sind für mich, wie ein Schlag ins Gesicht, wie der Stich eines Messers, nur tiefer. Ich dachte ich kenne Schmerz, doch dieser ist unerträglich.
Mein Atem stockt, ich kriege keine Luft, gehe unter. Immer wieder lande ich auf den Knie, versuche wieder aufzustehen. Jeder deiner Blicke gibt mir Kraft, doch dann nur ein Wort und du bringst wieder alles zu Fall.
Nun liege ich hier, am Boden, voller Schmerz, weiß nicht wie es weiter geht. Jeden der mir wichtig war, hab ich für dich zurück gelassen und nun gibt es niemanden, der mich rettet. Niemanden, der mich zurück ins Leben holt. Du blickst noch nicht einmal zurück und gehst.

Hier findet ihr mehr solcher Texte
Und hier mehr Fotos 



Sonntag, 8. November 2015

#11

Wir gehen raus auf die Straße, es ist schon dunkel. Die Sterne sind in dieser milden Frühlingsnacht am Himmel zu erkennen. Ich merke, dass ich mein Zeitgefühl an Williams Seite vollkommen verloren habe.
„Wollen wir noch etwas spazieren gehen oder willst du nach Hause?“, wir stehen vor der Bar und er lächelt mich an.
„Ich würde sehr gern noch spazieren gehen.“ Ich will bloß nicht von dir weg.
Also laufen wir nebeneinander die Straße entlang.
„Darf ich dich etwas Fragen? Wer war das eben?“, frage ich vorsichtig.Ich will nicht das die schöne Stimmung verloren geht.
„Das war mein Stiefbruder, wir verstehen uns nicht besonders gut, aber lass uns lieber über etwas anderes Reden, ok?“,sagt er und blickt dabei nachdenklich auf den Boden.
Dann gehen wir einige Momente still nebeneinander her.
„Sag mal wie geht der Film eigentlich aus?“, fragte ich.
„Wie, hast noch nie Casablanca gesehen?“
„Nein, naja ich kenne die Zitate und weiß dass er gut ist, aber gesehen hab ich ihn noch nie.“
„Oh und ich bin Schuld, dass du das Ende nicht sehen konntest.“, er schaut nun noch trauriger während er jeden unserer Schritte beobachtet.
„Ach das ist nicht so schlimm. Dann schauen wir uns den Film einfach nochmal wann anders an.“ Sofort hebt er den Kopf und lächelt er mich an.
„Aber, wenn du Casablanca noch nicht gesehen hast, was ist dann dein Lieblingsfilm?“
„Ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden könnte. Es gibt viele Filme, die ich liebe, aber ein Lieblingsfilm.“
„Hast du schon mal, bei einem Film geweint? Ich meine, wenn ein Film einem zum weinen bringt, dann muss er doch zu einem passen?“
„Eigentlich bin ich nicht die Person, die bei Filmen weint. Das ist mir etwas peinlich, aber bei König der Löwen kommen mir immer die Tränen.“ Wir müssen beide lachen.
„Der ist aber auch traurig.“, seine Zähne blitzen zwischen seinen Lieben auf.
„Ach du machst dich doch nur über mich lustig.“ Ich schlage ihm leicht gegen dem Arm.
„Nein, ich muss zugeben, mein Lieblingsfilm als ich ein Kind war, war Dschungelbuch. Ich glaube das ist heute noch immer mein Lieblingsfilm.“ , er lächelt mich an und ich muss etwas lachen. „Und noch irgendwelche Film Offenbarungen?“
„Warte ich glaube bei Hachiko habe ich auch geweint, zusammen mit meiner Mutter. Also muss das auch ein Film sein, den ich mag.“
„Den kenne ich leider nicht.“, lächelt er.
„Dann müssen wir uns den auch noch anschauen.“ In dem Moment kommt es mir fast bizarr vor wie wenig wir doch von einander wissen und trotzdem verstehen wir uns gut.
Wir gehen noch eine Weile und diskutieren warum Titanik am Ende traurig war oder vielleicht doch nicht und können uns nicht entscheiden was nun besser ist, Das Dschungelbuch oder Der König der Löwen.
Wir lachen und ich glaube wir sind mit der Zeit schon zwei Mal im Kreis gelaufen.
William schaut auf seine Uhr, „Es ist schon 12 Uhr. Musst du morgen arbeiten?“
„Schon? Ja leider. Ich würde gern weiter so laufen.“
„Das bringt wohl nichts, dann wir müssen wohl zurück.“, wir sind scheinbar beide etwas traurig über den Gedanken, schauen beide zum Boden. Er hat seine Hände in die Hosentaschen gesteckt und scheint ganz entspannt.

Montag, 2. November 2015

 
There is always one person you would be able to love. Be happy, smile all day and be friendly, may you will meet this one person one day.



Sonntag, 18. Oktober 2015

Real Love


"I think you fall in love with somebody,
you can't explain why you do, you just do it.
When you really can accept someone for who they are,
that's what real love is."
"It's surprosing and shocking and chaotic and beautiful as it's allways been. 
The heart is uncrontrollable"

Montag, 28. September 2015

#10

Am liebsten würde ich hier sitzen bleiben und weiter so mit ihm erzählen, doch dann stehen wir auch schon auf. Ich gehen vor,stehe schon am Platz, doch dann drehe ich um. Meine Jacke. Doch als ich mich umdrehe,steht William schon hinter mir und hält sie in der Hand. Er hängt sie vorsichtig um meinen Stuhl und ich setzte mich. „Danke“, er scheint ein richtiger Gentleman zu sein, doch ich frage mich was es dann mit seinen Ruf auf sich hat.

Ich schaue wie gebannt den Film. Casablanca habe ich noch nie zuvor gesehen, trotz dass er so bekannt ist. William steht ab und zu auf um uns etwas neues zu trinken zu holen. Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich vorsichtig zur Seite blicke und William beobachte wie er dort sitzt, zurückgelehnt in seinem Stuhl, mit verschenkten Beinen. Ich sitze da mit gebanntem Blick wechsle ich zwischen ihm und dem Film. Auf einmal schaut er mir in die Augen. Doch statt ich verlegen wegschaue, behalte ich diesmal meinem Blick bei ihm. Ich muss augenblicklich lächeln. Mit meinem Lächeln scheinen seine Augen förmlich an zu glänzen. Wie gern würde ich hier die ganze Nacht sitzen und in seine glänzenden Augen starren. Ich weiß nicht wie lange wir uns gerade anstarren.
Auf einmal werden wir unterbrochen. „Will, was machst du den hier?“ Ein Mann steht an unserem kleinen Tisch. Er trägt einen schwarzen Anzug und hat seine dunklen Harre nach hinten gegelt. „Oh und eine hübsche Begleitung hast du auch bei dir.“, er lächelt mich hämisch an.
Ich sehe sofort, dass sich Williams Gesichtsausdruck verfinstert, in seinen Augen ist nichts mehr von dem Leuchten von vor wenigen Augenblicken zu erkennen. „Was machst du denn hier?“, antwortet William etwas harsch.
„Ach ich bin hier mit Zweien aus dem Büro.“, er zeigt auf einen größeren Tisch in der Ecke, wo zwei aufbrezelte Frauen am Tisch sitzen. Sie sehen zu uns hinüber, tuscheln und kichern. „Du und deine Begleitung könnt euch ruhig zu uns dazu gesellen.“ Sein Blick wandert an meinem Körper, nun bereue ich es dieses Kleid angezogen zu haben. Dieser Typ ist mir von vornherein unsympathisch.
Will steht auf, „Nein, ich glaube wir wollten sowieso gerade gehen.“ Er blickt mich an und lächelt, als würde er mich bitten auf zustehen.
„Na dann, ich hoffe wir sehen uns wieder.“, sagt der Mann, lächelt mich schief an und wendet sich den zwei Frauen zu.
Ich sage nichts und stehe auf während William schon hinter mir steht und meine Jacke bereit hält. „Danke, dass du mitkommst.“, sagt er während er mir in den Mantel hinein hilft.
„Müssen wir nicht noch zahlen?“ frage ich während William sich schon auf die Tür zu bewegt und dann doch wieder stehen bleibt.
„Hier muss man gleich bezahlen, wenn man sich ein Getränk holt.“
„Das wusste ich nicht. Warte, dann hast du ja all meine Getränke bezahlt?“, ich bin nicht der Mensch, der darauf besteht dass der Mann bei einem Date bezahlt.
„Kein Problem. Dafür bezahlst du beim nächsten Mal.“ All die Wut die scheinbar vorher auf ihm lag, ist scheinbar verflogen. Seine Augen strahlen und sein Lächeln ist charmant.
„Ok.“ Beim nächsten Mal. Mein Plus steigt.